Reisewetter, Reisezeit für Afghanistan

Afghanistan – Zankapfel vieler Nationen

Afghanistan, das Land, das in der Antike Ariana und im Mittelalter Khourasan genannt wurde, ist ein Land voller Widersprüche. Umgeben von Pakistan im Süden und Osten, Taitschikistan, Usbekistan und Turkmenistan im Norden sowie dem Iran im Osten, liegt es im Herzen Zentralasiens und war daher schon seit jeher wegen seiner zentralen Lage, aber auch wegen seiner reichen Rohstoffvorkommen, von großer strategischer Bedeutung.

Es ist ein rauhes Land, geprägt von massiven Gebirgszügen. Nur etwa 10% des Landes liegen unter 600 Meter, die Gebirge des Hindukusch im Norden ragen bis zu 7500m hoch in den Himmel. Die Bevölkerung gliedert sich in viele verschiedene paschtunische Stämme auf, die zum Teil seit mehreren Jahrhunderten die Kultur und Lebensweise der Region prägen. Der Islam, heute Staatsreligion in Afghanistan, hat sich erst langsam im vormals buddhistischen Land durchsetzen können. Heute gilt in weiten Teilen des Landes eine sehr strenge Auslegung des Koran und der anderen Schriften des Islam.

Schon seit der britisch-russischen Streitigkeiten zu Zeiten Zar Peter des Großen ist Afghanistan Schauplatz von Kriegen zwischen den verschiedenen Machtblöcken. Die Taliban, eine von den USA im Kampf gegen die Sovietunion geförderte und finanzierte islamistische Splittergruppe kämpft heute gegen ihre ehemaligen Verbündeten, seit die USA nach dem 11. September 2001 nach Afghanistan einmarschierten.

Diese pausenlosen kriegerischen Auseinandersetzungen setzen Afghanistan stark zu. Vor Reisen in das krisengeschüttelte Land rät das deutsche Auswärtige Amt daher aufgrund der unkalkulierbaren Terror- und Entführungsgefahr dringend ab.

 

Afghanistan Bilder


Reisewetter für Afghanistan

Klima, Wetter in Afghanistan

Jahreszeiten: Die winterlichen Westwinde bringen meist mäßige Niederschläge, während die Sommer ausgeprägt trocken sind und nur im äußersten Südosten der Monsun für Regen sorgt. Im Winter sind wegen der großen Höhe des Landes vor allem im Norden gelegentlich auch Schneefälle bis in die Täler möglich. Klimatisch gehört der Süden des Landes bereits zu den wärmeren Subtropen, in denen der Anbau von Dattelpalmen möglich ist, während der Norden eher zur gemäßigten Zone gehört. Im Jahr 2000 hatte die Hälfte der Bevölkerung unter einer der häufig auftretenden schweren Dürren zu leiden. Solche Dürren könnten sich in Zukunft häufen, da der Klimawandel durch eine Abnahme der Niederschläge vor allem im Winter und Frühjahr zu einer Verstärkung des ariden Klimas führen könnte. Für den vom Monsun betroffenen Süd-Osten steht hingegen zu befürchten, dass es im Sommer zu deutlich variableren Niederschlägen kommt, da durch die zusätzliche Erwärmung der Atmosphäre auch das indische Monsunsystem labiler wird. Besonders die für den hohen Anteil an ländlicher Bevölkerung wichtige Landwirtschaft könnte so negativ betroffen werden.[12]

Ort Tages-/Nachttemperatur im Januar Tages-/Nachttemperatur im Juli

Herat 9 °C/-3 °C 37 °C/21 °C
Kabul 5 °C/-7 °C 32 °C/15 °C
Kandahar 12 °C/0 °C 40 °C/23 °C

Die diese Ort umgebenden Gebirge und Hochgebirge weisen entsprechend kältere Temperaturen auf, da mit steigender Höhe die Lufttemperatur um -0,65° C pro 100 m Höhe sinkt.

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