Reisewetter, Reisezeit für Grönland

Grönland – Das Land des ewigen Eises

Wenn man Grönland hört denkt man als erstes an Eisberge, Eisbären und generell unmenschliches Klima. Der Name „Grönland“, der übersetzt „grünes Land“ bedeutet, erscheint uns da mehr als unpassend. Doch so absurd ist die Namensgebung nicht, denn an den Küsten des Landes herrscht Tundravegetation, das heißt, es ist auch für uns Mitteleuropäter durchaus nicht zu kalt. Diese Gebiete sind die am stärksten besiedelten der ganzen Insel, und hier gibt es dementsprechend viel zu entdecken.

 

Die meisten Besucher kommen sicher wegen der Schönheit der Natur nach Grönland. So kann man hier an der Westküste in der Disko Bay den Ilulissat-Eisfjord besuchen, wo man per Schiff Eisberge umrundet um dann einen der aktivsten Gletscher der Welt bewundern zu können. Liegt Ihre Reisezeit im Sommer, ist ein Ausflug dahin übrigens besonders empfehlenswert, denn dann kalbt der Gletscher regelmäßig, was ein unvergleichliches Naturschauspiel ist. Ein besonderer Anblick ist auch die Mitternachtssonne, die man nördlich des Polarkreises bestaunen kann. Im Sommer ist es in Teilen Grönlands 24 Stunden am Tag hell, im Winter dagegen herrscht auch tagsüber ständige Dämmerung. Gleichermaßen beeindruckend sind die Nordlichter, die man das ganze Jahr über bei schönem Wetter in mondlosen Nächten bewundern kann, am besten aber zu einer Reisezeit zwischen August und April.

 

Des weiteren kann man die exotische Tierwelt Grönlands bestaunen. Neben Eisbären und Robben findet man hier auch Wale, Rentiere, diverse Vogelarten und natürlich Schlittenhunde. Vor allem im Winter kann man bei einer Schlittenhundefahrt die Gegend erkunden.

 

Wer Interesse daran hat, den Arctic Circle Trail zu beschreiten, ein circa 170km langer Fernwanderweg an der Westküste. der plant seine Reisezeit am besten Mitte bis Ende August, denn im Spätsommer ist der Weg eisfrei und die zahlreichen Sumpfgebiete sind zumeist ausgetrocknet. Darüber hinaus gibt es zu dieser Zeit nur wenig Mücken. Genächtigt wird in einer der sieben Hütten, die entlang des Trails stehen, und die Wanderern kostenlos zur Verfügung stehen.

 

Grönland Bilder


Reisewetter für Grönland

 

Das Klima in Grönland

Das Klima in Grönland reicht von subpolar bis polar. An der Westküste mildert der Grönlandstrom mit relativ warmem Wasser das Klima etwas. Im Inlandeis erreichen die Temperaturen ein absolutes Minimum von -70°C, im Sommer kann die Temperatur hier auf fast 0°C ansteigen. Generell ist es an den Küstenstreifen und den vorgelagerten Inseln deutlich wärmer, weiter im Inland, wo das Klima kontinentaler ist, wird es auch deutlich rauer. So hat es in der Hauptstadt Nuuk an der Westküste im Sommer Temperaturen von 6°C bis 11°C tagsüber und 1°C bis 4°C nachts, im Winter sinkt die Temperatur auf -1°C bis -5°C am Tag und -6°C bis -11°C in der Nacht. Im Gegensatz dazu divergieren die Temperaturen im weiter im Inland gelegenen Kangerlussuaq im Jahresverlauf deutlich auseinander. Hier zeigt das Thermometer im Sommer 8°C bis 16°C am Tag und 3°C bis 5°C in der Nacht, im Winter allerdings fällt die Temperatur drastisch auf -8°C bis -16°C tagsüber und -17°C bis -27°C nachts.

 

Durch das Inlandeis weht in Grönland immer Wind, vor allem im Winter strömen Föhnwinde vom Inland schnell an die Küste.

 

Wie schon erwähnt bedeutet der Name Grönland übersetzt „Grüne Insel“, was darauf schließen lässt, dass es hier in der Mittelalterlichen Warmzeit eine deutlich grünere Vegetation gegeben haben muss. Auch Bohrungen aus 2000m Tiefe lassen Spuren von Pinien, Eiben, Erlen, sowie von Schmetterlingen erkennen, die hier vor hunderttausenden von Jahren existiert haben müssen, was uns heute fast unvorstellbar erscheint.

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